Hände von Elternteil und Kind – Symbolbild für das Elterncoaching

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selber.

Khalil Gibran

Elterncoaching

Das systemische Elterncoaching zielt primär darauf ab, verlorengegangene elterliche Präsenz wiederherzustellen. Eltern sollen und müssen ihre Autorität liebevoll ausüben, um Kindern stabile Rahmenbedingungen für ihr Aufwachsen zu ermöglichen. Freiheit in Grenzen meint, dass Kinder einerseits einen festen, verlässlichen und vertrauensvollen Bezugspunkt brauchen, aber anderseits auch die Möglichkeit haben, die Welt zu erkunden und eigene Erfahrungen zu machen.

Dynamiken in Familien können auf eine Art eskalieren, dass Eltern sich nicht mehr alleine zu helfen wissen und die Situation zu Hause unerträglich wird. In der eigenen Problemtrance gefangen können sich im Alltag Verhaltensmuster etablieren, die einer liebevollen und zugewandten Beziehung zu den eigenen Kindern im Wege stehen.

Ziel eines Elterncoachings ist es, Eltern aus ihrer Hilflosigkeit herauszuholen, sie handlungsfähig zu machen und die Beziehung zwischen Kind und Eltern wiederherzustellen. Das systemische Elterncoaching bietet Beratung an elterlicher Präsenz, die es Eltern ermöglicht, kontinuierlich und gewaltfrei auf ihr Kind Einfluss zu nehmen. Eltern lernen die entstandenen Eskalationsprozesse zu erkennen und aus diesen auszusteigen, deeskalierend und beziehungsfördernd vorzugehen und anhand eines transparenten öffentlichen Vorgehens neue Möglichkeiten in der Entwicklung tragfähiger Beziehung verantwortlich zu entwickeln.

An ein Elterncoaching können familientherapeutische Sitzungen angeschlossen werden. Sobald die familiäre Situation zu Hause es zulässt, werden auch die Kinder in die Zusammenarbeit mit einbezogen. Darüberhinaus können auch die außerfamiliären Kontexte wie Kindergarten, Schule, Vereine oder andere Institutionen als Erfahrungsräume für Probleme und Lösungen eine angemessene Berücksichtigung finden.

Lebenslagen Elterncoaching

  • bei Unsicherheiten in Erziehungsfragen und im Umgang mit Ihren Kindern
  • bei dem Gefühl als Eltern versagt zu haben und sich hilflos zu fühlen
  • bei Schwierigkeiten mit dem Grenzensetzen und Grenzeneinhalten
  • bei Problemen mit der eigenen Elternrolle (z.B. eigener Erziehungsstil, Belastungen)
  • bei Uneinigkeiten in Erziehungsfragen mit dem anderen Elternteil
  • bei Schwierigkeiten im Kindergarten oder der Schule
  • bei auffälligem Verhalten z.B. Aggression, Apathie, Hyperaktivität und Schlafproblemen
  • bei Gedanken über Unterbringung ihres Kindes